Wenn Wasser in die Schwimmbrille eines Kindes läuft, wird häufig zuerst das Band enger gezogen. Ein zu lockeres Band kann tatsächlich dazu führen, dass die Brille verrutscht. Die Spannung des Bandes ist jedoch nur ein Teil der Passform.
Ist der Rahmen zu breit, liegen die Dichtungen nicht gleichmäßig auf oder befindet sich eine Haarsträhne unter dem Rand, kann die Kinder-Schwimmbrille trotz eines sehr engen Bandes undicht bleiben. Wird das Band immer weiter angezogen, entstehen möglicherweise zusätzliche Druckstellen, ohne dass das eigentliche Problem gelöst wird.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, warum Kinder-Schwimmbrillen undicht werden können, wie fest sie sitzen sollten und wie Sie Rahmen, Dichtungen und Band Schritt für Schritt richtig einstellen.
Warum läuft Wasser in die Kinder-Schwimmbrille?
Eine Kinder-Schwimmbrille kann aus unterschiedlichen Gründen undicht werden:
- Der Rahmen ist für das Gesicht des Kindes zu groß oder zu breit.
- Eine der Dichtungen liegt nicht vollständig auf der Haut auf.
- Haare, Wimpern oder der Rand einer Badekappe befinden sich unter der Dichtung.
- Die Brille sitzt schief oder wurde beim Aufsetzen verdreht.
- Das Band ist zu locker oder auf beiden Seiten ungleichmäßig eingestellt.
- Das Band sitzt zu weit unten am Hinterkopf und rutscht nach unten.
- Die Brille wurde so fest angezogen, dass sich Rahmen oder Dichtungen verformen.
- Die Dichtungen sind beschädigt, dauerhaft geknickt oder abgenutzt.
- Die Form der Brille passt nicht zur individuellen Gesichtsform des Kindes.
Wenn die Schwimmbrille immer wieder vollläuft, sollte daher zunächst die gesamte Passform überprüft werden. Nur das Band enger zu stellen, reicht nicht in jedem Fall aus.
Gibt es eine vollständig wasserdichte Schwimmbrille für Kinder?
Viele Eltern suchen nach einer wasserdichten Schwimmbrille für Kinder, einer dichten Kinder-Schwimmbrille oder einer Schwimmbrille, in die kein Wasser läuft. Diese Suchbegriffe beschreiben verständlicherweise das gewünschte Ergebnis.
Eine vollständig dichte Passform kann jedoch nicht für jedes Kind und jede Gesichtsform garantiert werden. Kinder unterscheiden sich unter anderem in der Gesichtsbreite, der Form des Nasenrückens und dem Bereich rund um die Augen. Eine Schwimmbrille, die bei einem Kind gleichmäßig abdichtet, kann bei einem anderen Kind an einer Stelle eine kleine Lücke hinterlassen.
Auch Haare, Bewegung, häufiges Berühren der Brille oder eine ungleichmäßige Einstellung können die Dichtung vorübergehend lösen.
Statt sich allein auf das Versprechen „wasserdicht“ zu verlassen, sollten Eltern auf folgende Punkte achten:
- einen für Kinder entwickelten Rahmen;
- eine passende Breite für das Gesicht;
- weiche Dichtungen, die gleichmäßig um die Augen liegen;
- ein verstellbares Band;
- und einen stabilen Sitz ohne übermäßigen Druck.
Die beste Voraussetzung für möglichst wenig Wassereintritt ist eine Brille, deren Rahmenform zum Gesicht des Kindes passt und die sorgfältig eingestellt wurde.
Ein kleinerer Rahmen kann bei schmalen Gesichtern besser passen
Ist eine Schwimmbrille für das Gesicht des Kindes zu breit, reichen die Dichtungen möglicherweise zu weit nach außen oder liegen im Bereich des Nasenrückens nicht vollständig auf. Dadurch können kleine Lücken entstehen, durch die Wasser eindringt.
Das betrifft besonders jüngere Kinder und Kinder mit schmaleren Gesichtszügen. Erwachsenenmodelle und größere Jugendbrillen können für sie zu breit sein, selbst wenn sich das Band weit genug verkürzen lässt.
Für jüngere Schwimmanfänger finden Sie hier unsere Schwimmbrillen für Kleinkinder und Kinder von 3 bis 6 Jahren. Sie kombinieren einen kleineren, kindgerechten Rahmen mit weichen Silikondichtungen und einem verstellbaren Band.
Muss eine Schwimmbrille extrem fest angezogen werden, damit sie nicht undicht wird, passt möglicherweise die Rahmenbreite oder Rahmenform nicht gut zum Gesicht. Eine passende Kinder-Schwimmbrille sollte stabil sitzen können, ohne starken Druck rund um die Augen zu erzeugen.
Prüfen Sie zuerst die Dichtungen
Bevor Sie das Band über den Kopf des Kindes führen, setzen Sie die Augenschalen vorsichtig und ohne das Band auf das Gesicht. Drücken Sie die Brille nur leicht an und lassen Sie anschließend los.
Bleibt sie für einen kurzen Moment am Gesicht, deutet dies darauf hin, dass die Dichtungen grundsätzlich Kontakt zur Haut herstellen können. Dieser einfache Test ist keine Garantie dafür, dass die Schwimmbrille beim Schwimmen vollständig dicht bleibt. Er kann jedoch helfen zu erkennen, ob Rahmen und Dichtungen ungefähr zur Gesichtsform passen.
Prüfen Sie beide Seiten einzeln:
- Liegen die Dichtungen rund um beide Augen gleichmäßig auf?
- Ist eine Dichtung gefaltet oder nach innen geknickt?
- Entsteht eine sichtbare Lücke neben der Nase?
- Sitzt eine Augenschale deutlich höher als die andere?
- Drückt der Nasensteg oder zieht er beide Seiten nach innen?
- Löst sich eine Seite sofort wieder vom Gesicht?
Wenn die Dichtungen bereits ohne Band nicht gleichmäßig aufliegen, lässt sich das Problem durch starkes Festziehen meist nicht komfortabel beheben.
Entfernen Sie Haare und den Rand der Badekappe
Schon eine einzelne Haarsträhne unter der Silikondichtung kann einen kleinen Kanal bilden, durch den Wasser in die Schwimmbrille läuft.
Streichen Sie deshalb lose Haare aus dem Gesicht, bevor Sie die Brille aufsetzen. Prüfen Sie besonders die Bereiche an den Schläfen, neben der Nase und unterhalb der äußeren Augenwinkel.
Trägt das Kind eine Badekappe, sollte deren Rand nicht unter einer der Augenschalen liegen. Ob das Band der Schwimmbrille über oder unter der Badekappe getragen wird, hängt von der Brille, der Aktivität und den Vorlieben des Kindes ab. Entscheidend ist, dass die Kappe die Dichtung am Gesicht nicht unterbricht.
Auch Sonnencreme, Hautöl oder Schmutz am Rand der Dichtungen können dazu beitragen, dass die Brille leichter verrutscht. Die Innenseite von Anti-Beschlag-Gläsern sollte dabei nicht mit den Fingern abgerieben werden.
Wie fest sollte eine Kinder-Schwimmbrille sitzen?
Eine Kinder-Schwimmbrille sollte eng genug sitzen, um ihre Position zu halten. Sie sollte jedoch weder schmerzen noch stark gegen die Augen oder den Nasenrücken drücken.
Beginnen Sie mit einem eher lockeren Band und verkürzen Sie es schrittweise. Fragen Sie das Kind zwischendurch, wie sich die Brille anfühlt. Kinder sollten normal blinzeln und ihre Gesichtsmuskeln bewegen können, ohne dass die Brille unangenehm kneift.
Folgende Anzeichen können darauf hindeuten, dass die Schwimmbrille zu eng eingestellt ist:
- tiefe oder schmerzhafte Druckstellen;
- starkes Drücken rund um die Augen;
- Schmerzen am Nasenrücken oder an den Schläfen;
- Kopfschmerzen;
- deutlich verformte Dichtungen;
- ein Rahmen, der an den Seiten auseinandergezogen wird;
- oder Beschwerden unmittelbar nach dem Aufsetzen.
Eine sehr enge Schwimmbrille kann trotzdem undicht sein. Zu viel Spannung kann die Dichtungen verformen oder den Rahmen aus seiner natürlichen Position ziehen. Die Hauptarbeit sollte durch eine passende Form und gleichmäßig aufliegende Dichtungen erfolgen. Das Band hält die richtig positionierte Brille anschließend an ihrem Platz.
Kinder-Schwimmbrille richtig einstellen: Schritt für Schritt
Mit diesen Schritten können Sie die Kinder-Schwimmbrille richtig aufsetzen und einstellen:
- Lockern Sie zunächst das Band.
Beginnen Sie nicht mit einer bereits sehr engen Einstellung. Ein lockeres Band lässt sich kontrollierter und in kleinen Schritten anpassen. - Positionieren Sie beide Augenschalen.
Setzen Sie die Dichtungen gleichmäßig rund um die Augen. Achten Sie darauf, dass keine Haare oder Teile der Badekappe darunterliegen. - Kontrollieren Sie den Nasenbereich.
Der Nasensteg sollte bequem sitzen. Die Augenschalen dürfen weder zu dicht zusammengezogen noch zu weit nach außen gedrückt werden. - Führen Sie das Band über den Hinterkopf.
Es sollte stabil am mittleren oder etwas höheren Hinterkopf liegen. Sitzt es sehr tief nahe am Nacken, kann es leichter nach unten rutschen und die Brille aus ihrer Position ziehen. - Verkürzen Sie das Band schrittweise.
Nehmen Sie nur kleine Änderungen vor. Das Ziel ist ein sicherer, aber nicht übermäßig fester Sitz. - Prüfen Sie die Position erneut.
Kontrollieren Sie, ob beide Augenschalen noch auf gleicher Höhe liegen und die Dichtungen vollständig auf der Haut aufliegen. - Lassen Sie das Kind blinzeln und den Kopf bewegen.
Die Brille sollte ihre Position halten, ohne unangenehm zu drücken. - Testen Sie die Einstellung im Wasser.
Manchmal ist nach den ersten Schwimmbewegungen eine kleine Korrektur nötig. Verändern Sie die Bandlänge nicht sofort in großen Schritten.
Bei Wynthorix EasyStrap Kinder-Schwimmbrillen lässt sich die Länge des Stoffbandes über eine Drei-Schlitz-Schnalle einstellen. Führen Sie das Band vollständig durch die vorgesehenen Schlitze und verändern Sie die Länge schrittweise, bis die Brille stabil und bequem sitzt.
Was hilft, wenn die Schwimmbrille ständig verrutscht?
Eine Schwimmbrille, die während des Schwimmens verrutscht, kann nach und nach ihre Dichtung verlieren. Prüfen Sie zunächst, wo das Band am Hinterkopf liegt. Befindet es sich sehr tief, kann es nach unten in Richtung Nacken gleiten und die Augenschalen vom Gesicht wegziehen.
Weitere mögliche Ursachen sind:
- Das Band ist deutlich zu locker.
- Die Schwimmbrille wurde schief aufgesetzt.
- Das Band ist verdreht oder nicht richtig durch die Schnalle geführt.
- Das Kind zieht häufig an den Augenschalen.
- Haare oder eine Badekappe verschieben das Band.
- Der Rahmen ist zu groß und bewegt sich bei jeder Kopfbewegung.
- Die Schnalle hält die eingestellte Länge nicht mehr zuverlässig.
Ein breiteres, weiches Band kann stabil am Hinterkopf anliegen und sich beim Aufsetzen angenehmer anfühlen. Eltern, deren Kinder herkömmliche Gummi- oder Silikonbänder unangenehm finden, können unsere Kinder-Schwimmbrillen mit weichem Stoffband ansehen.
Ein Stoffband kann eine unpassende Rahmenform jedoch nicht ausgleichen. Rahmen, Dichtungen, Bandposition und Einstellung müssen zusammenpassen.
Warum ist nur eine Seite der Schwimmbrille undicht?
Läuft nur in eine Augenschale Wasser, nehmen Sie die Schwimmbrille vollständig ab und setzen Sie sie neu auf. Ziehen Sie nicht sofort nur eine Seite des Bandes enger.
Prüfen Sie auf der undichten Seite:
- eine Haarsträhne unter der Dichtung;
- einen gefalteten oder verdrehten Silikonrand;
- eine Lücke neben dem Nasensteg;
- eine Lücke am äußeren Augenwinkel;
- den Rand einer Badekappe;
- Schmutz oder Ablagerungen auf der Dichtung;
- sowie sichtbare Schäden oder dauerhafte Verformungen.
Kontrollieren Sie außerdem, ob die Brille schief sitzt oder das Band eine Seite stärker nach oben zieht.
Gesichter sind nicht vollständig symmetrisch. Deshalb kann eine Rahmenform auf einer Seite gut abdichten und auf der anderen Seite eine kleine Lücke hinterlassen. Bleibt immer dieselbe Seite undicht, obwohl die Brille korrekt aufgesetzt ist, kann ein anderes Modell oder eine andere Rahmenform besser geeignet sein.
Wie lassen sich Druckstellen rund um die Augen reduzieren?
Leichte, vorübergehende Abdrücke können entstehen, wenn eine Dichtung auf der Haut liegt. Die Schwimmbrille sollte jedoch keine tiefen, schmerzhaften oder lange sichtbaren Druckstellen verursachen.
So können Sie unangenehmen Druck reduzieren:
- Beginnen Sie mit einem lockeren Band.
- Ziehen Sie das Band nur in kleinen Schritten enger.
- Prüfen Sie, ob der Rahmen zu schmal oder zu klein ist.
- Achten Sie darauf, dass die Dichtung um das Auge und nicht auf dem Auge liegt.
- Setzen Sie die Brille neu auf, wenn der Druck auf einer Seite stärker ist.
- Verwenden Sie extreme Spannung nicht als Lösung gegen Wassereintritt.
- Nehmen Sie die Brille in längeren Pausen ab.
- Fragen Sie das Kind, ob Nasenrücken, Schläfen oder Augenbereich schmerzen.
Muss die Brille schmerzhaft fest sitzen, um nicht zu verrutschen oder vollzulaufen, sollte eine andere Größe oder Rahmenform ausprobiert werden.
Wann sollte eine andere Schwimmbrille ausprobiert werden?
Nicht jedes Passformproblem lässt sich durch eine andere Einstellung lösen. Eine andere Schwimmbrille kann sinnvoll sein, wenn:
- trotz sorgfältiger Anpassung regelmäßig Wasser eindringt;
- immer dieselbe Augenschale undicht bleibt;
- der Rahmen sichtbar zu breit für das Gesicht ist;
- der Nasensteg unangenehm drückt;
- das Kind aus der bisherigen Größe herausgewachsen ist;
- die Dichtungen gerissen, verhärtet oder dauerhaft verformt sind;
- das Band oder die Schnalle die Einstellung nicht mehr hält;
- oder die Brille nur mit schmerzhafter Spannung dicht bleibt.
Rahmenform und Gesichtsform müssen zueinander passen. Eine Schwimmbrille, die für ein Kind gut funktioniert, muss deshalb nicht automatisch bei jedem anderen Kind gleich sitzen.
Wie Wynthorix EasyStrap Schwimmbrillen Passform und Komfort unterstützen
Wynthorix EasyStrap Kinder-Schwimmbrillen wurden für Kinder von etwa 3 bis 10 Jahren entwickelt. Nach Rückmeldungen unserer Kundinnen und Kunden passen sie vielen Kindern zwischen 3 und 6 Jahren besonders gut.
Sie kombinieren:
- einen kleineren, kindgerechten Rahmen;
- weiche Silikon-Augendichtungen;
- eine verstellbare Drei-Schlitz-Schnalle;
- ein breites, weiches Stoffband;
- klare Anti-Beschlag-Gläser;
- und UV-Schutz.
Das Stoffband kann das Aufsetzen und Abnehmen angenehmer machen und dabei helfen, Ziepen und Verheddern in den Haaren zu reduzieren. Ob die Brille möglichst wenig Wasser einlässt, hängt jedoch weiterhin von der individuellen Gesichtsform, der Position der Dichtungen und der richtigen Einstellung ab.
Sie können hier alle Schwimmbrillen für Kinder und die verfügbaren Stoffband-Designs ansehen.
Nimmt Ihr Kind die Brille häufig ab, obwohl sie nicht sichtbar undicht ist, können auch Ziepen, Druck, beschlagene Gläser oder Unsicherheit eine Rolle spielen. Lesen Sie dazu unseren Ratgeber darüber, warum Kinder keine Schwimmbrille tragen wollen.
Checkliste: Sitzt die Kinder-Schwimmbrille richtig?
Prüfen Sie vor dem Schwimmen:
- Ist der Rahmen mittig auf dem Gesicht positioniert?
- Liegen beide Dichtungen vollständig und gleichmäßig auf der Haut?
- Befinden sich keine Haare unter den Dichtungen?
- Liegt der Rand der Badekappe außerhalb der Augenschalen?
- Sitzt der Nasensteg bequem?
- Befindet sich das Band am mittleren oder etwas höheren Hinterkopf?
- Ist das Band fest genug, ohne unangenehm zu drücken?
- Kann das Kind normal blinzeln und sein Gesicht bewegen?
- Bleibt die Brille bei vorsichtigen Kopfbewegungen an ihrem Platz?
- Entstehen keine tiefen oder schmerzhaften Druckstellen?
- Ist das Band sicher durch die Schnalle geführt?
Die richtige Einstellung kann einige kleine Anpassungen erfordern. Beginnen Sie mit Rahmenform und Dichtungen und stellen Sie das Band anschließend so ein, dass es die korrekt positionierte Schwimmbrille sicher hält. Das Band immer fester zu ziehen, sollte nicht die erste oder einzige Lösung sein, wenn eine Kinder-Schwimmbrille undicht ist.