Manche Kinder setzen ihre Schwimmbrille ohne Probleme auf. Andere nehmen sie nach wenigen Minuten wieder ab, beschweren sich über Druck oder wollen sie gar nicht erst tragen.
Das bedeutet nicht unbedingt, dass das Kind nicht schwimmen möchte. Häufig liegt das Problem an der Schwimmbrille selbst. Ein Band, das an den Haaren zieht, eine unpassende Form, eindringendes Wasser oder beschlagene Gläser können aus einer kleinen Vorbereitung vor dem Schwimmkurs schnell eine stressige Situation machen.
Wenn Sie herausfinden, was Ihr Kind konkret stört, lässt sich meist leichter eine Schwimmbrille finden, die angenehmer sitzt und einfacher zu tragen ist.
Sollten Kinder beim Schwimmen eine Schwimmbrille tragen?
Eine gut sitzende Schwimmbrille kann besonders für Kinder hilfreich sein, die gerade schwimmen lernen oder ihre Augen unter Wasser nicht gern öffnen.
Sie hilft dabei, Pool-, See- oder Meerwasser von den Augen fernzuhalten und ermöglicht eine klarere Sicht unter Wasser. Dadurch kann das Kind möglicherweise die Schwimmlehrerin oder den Schwimmlehrer, den Beckenrand und andere Kinder leichter erkennen.
Für manche Anfänger fühlt es sich dadurch weniger ungewohnt an, das Gesicht ins Wasser zu legen. Eine Schwimmbrille ersetzt jedoch weder die Aufsicht durch Erwachsene noch Schwimmunterricht oder grundlegende Regeln zur Sicherheit im Wasser.
Entscheidend ist, dass die Schwimmbrille bequem sitzt. Wenn sie drückt, zieht oder ständig undicht ist, kann sie das Schwimmen eher erschweren als erleichtern.
Warum mögen manche Kinder ihre Schwimmbrille nicht?
1. Das Band zieht an den Haaren
Schmale Bänder aus Silikon oder Gummi können sich beim Auf- und Absetzen manchmal in losen Haaren, Zöpfen oder einem Pferdeschwanz verfangen.
Für manche Kinder beginnt das unangenehme Gefühl deshalb schon, bevor sie überhaupt im Wasser sind. Wenn das Aufsetzen wiederholt an den Haaren zieht, kann das Kind die Schwimmbrille bald grundsätzlich ablehnen.
Ein weiches Stoffband liegt breiter am Hinterkopf an und kann sich beim Auf- und Absetzen angenehmer anfühlen. Besonders bei langen, lockigen oder leicht verknotenden Haaren kann dies helfen, das Ziepen und Verheddern zu reduzieren.
Eltern, die nach einer haarschonenderen Lösung suchen, können unsere Kinder-Schwimmbrillen mit weichem Stoffband entdecken.
2. Die Schwimmbrille sitzt zu eng
Wenn Wasser in die Schwimmbrille gelangt, wird häufig zuerst das Band enger gestellt. Ein sehr straffes Band kann jedoch Druck um die Augen verursachen und deutliche Abdrücke hinterlassen.
Eine Kinder-Schwimmbrille sollte sicher sitzen, aber nicht schmerzhaft drücken. Muss das Band sehr stark angezogen werden, damit die Brille dicht bleibt, passt möglicherweise die Form oder Größe des Rahmens nicht zum Gesicht des Kindes.
Das Band sollte die richtige Position halten. Es sollte eine unpassende Brille nicht mit Kraft gegen das Gesicht ziehen müssen.
3. Der Rahmen passt nicht zum Gesicht
Das Gesicht eines Kindes ist kleiner als das eines Erwachsenen. Auch Schwimmbrillen für ältere Kinder können bei einem jüngeren Kind zu breit sein.
Sitzen die Augendichtungen nicht gleichmäßig um beide Augen, können Lücken entstehen. Dadurch dringt Wasser ein, obwohl das Band bereits sehr eng eingestellt wurde.
Ein kleinerer, kindgerechter Rahmen kann es erleichtern, die Dichtungen gleichmäßig zu positionieren. Für Kinder mit kleineren Gesichtern finden Sie hier unsere Schwimmbrillen für Kleinkinder und Kinder von 3 bis 6 Jahren.
4. Wasser läuft in die Schwimmbrille
Eine undichte Schwimmbrille kann junge Schwimmer schnell frustrieren. Das Wasser stört die Sicht, gelangt an die Augen und führt dazu, dass die Brille ständig abgenommen werden muss.
Mögliche Ursachen sind:
- Haare unter der Augendichtung
- ein zu großer oder unpassend geformter Rahmen
- unterschiedlich hoch sitzende Augengläser
- ein verrutschtes Band
- beschädigte oder verschmutzte Dichtungen
Prüfen Sie zuerst die Position und Passform, bevor Sie das Band stärker anziehen. Eine gute Abdichtung entsteht vor allem durch passende Augendichtungen und einen Rahmen, der zur Gesichtsform passt.
5. Die Gläser beschlagen
Wenn die Gläser beschlagen, kann das Kind die Schwimmlehrkraft, den Beckenrand oder andere Schwimmer schlechter erkennen. Einige Kinder nehmen die Schwimmbrille dann immer wieder ab, um die Innenseite auszuwischen.
Klare Gläser mit Antibeschlagbeschichtung können dabei helfen, die Sicht während des Schwimmens länger klar zu halten. Die Innenseite sollte möglichst nicht mit den Fingern oder einem Handtuch gerieben werden, weil dies die Beschichtung beschädigen kann.
Auch eine gute Passform ist wichtig. Wenn die Brille ständig verrutscht oder abgenommen wird, kann sie schneller beschlagen.
6. Die Schwimmbrille ist schwierig aufzusetzen oder einzustellen
Komplizierte Schnallen und schmale Bänder können die Vorbereitung vor dem Schwimmkurs unnötig erschweren.
Jüngere Kinder brauchen beim Einstellen meist noch Hilfe. Mit zunehmendem Alter möchten viele ihre Schwimmbrille jedoch selbst aufsetzen. Ein einfaches Verstellsystem und ein weiches, breiteres Band können diesen Übergang erleichtern.
Stellen Sie die Schwimmbrille möglichst zu Hause ein. Wenn sie anschließend gut sitzt, muss das Band vor dem nächsten Schwimmen nicht jedes Mal neu angepasst werden.
Stoffband oder Silikonband: Was ist für Kinder angenehmer?
Silikonbänder sind wasserbeständig und können eine Schwimmbrille sicher in Position halten. Ein schmales Silikonband kann jedoch an nassen Haaren haften und beim Abnehmen einzelne Haare mitziehen.
Ein weiches Stoffband verteilt den Kontakt über eine breitere Fläche. Dadurch kann es sich am Hinterkopf angenehmer anfühlen und leichter über die Haare gleiten.
Das Band ist allerdings nur ein Teil des Gesamtkomforts. Eine bequeme Schwimmbrille für Kinder sollte außerdem folgende Eigenschaften haben:
- einen kleineren, kindgerechten Rahmen
- weiche Silikondichtungen
- eine sichere Passform ohne übermäßiges Festziehen
- eine einfache Einstellung
- klare Gläser mit Antibeschlagbeschichtung
Wenn das Ziepen an den Haaren der Hauptgrund ist, warum ein Kind seine Schwimmbrille nicht tragen möchte, kann ein weiches Stoffband das Problem direkt ansprechen.
Wie kann sich ein Kind an eine Schwimmbrille gewöhnen?
Lassen Sie Ihr Kind die neue Schwimmbrille zunächst zu Hause ausprobieren. Ohne den Zeitdruck vor einem Schwimmkurs lässt sich leichter herausfinden, ob etwas drückt, zieht oder nicht richtig sitzt.
Hilfreich kann sein:
- die Schwimmbrille zunächst nur für kurze Zeit zu tragen;
- gemeinsam zu üben, wie sie sanft auf- und abgesetzt wird;
- darauf zu achten, dass keine Haare unter den Dichtungen liegen;
- das Band nicht unnötig fest anzuziehen;
- das Kind zwischen verschiedenen Farben oder Designs wählen zu lassen;
- konkret zu fragen, was unangenehm ist.
Wenn Ihr Kind die Schwimmbrille wiederholt abnimmt, versuchen Sie den genauen Grund zu erkennen. Ziepen, Druck, beschlagene Gläser und eindringendes Wasser brauchen jeweils eine andere Lösung.
Worauf sollten Eltern bei einer bequemen Kinder-Schwimmbrille achten?
Wenn ein Kind andere Schwimmbrillen abgelehnt hat, sollten Farbe und Design nicht die einzigen Auswahlkriterien sein.
Achten Sie auf:
- ein weiches Band, das das Ziehen an den Haaren reduziert;
- einen kindgerechten Rahmen für kleinere Gesichter;
- weiche Silikondichtungen;
- eine einfache Verstellung;
- klare Gläser mit Antibeschlagbeschichtung;
- einen sicheren Sitz ohne übermäßigen Druck.
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